Donnerstag, 28. Februar 2013

Seelentiere...


Manche sind unvergessen,
weil sie ein Leben verändert haben
und auch nach ihrem Tod in einem weiter leben.
Man spürt es -
in seinem Denken, in seinem
Handeln, in seinem Fühlen.
Seelentiere hat sie jemand genannt -
jene Tiere, die es nur einmal
geben wird im Leben.
Die man begleiten durfte und die einen geführt haben auf andere Wege.
Die wie ein Schatten waren und wie die Luft zum Atmen. Kein Tag wird vergehen, ohne
an sie zu denken und ohne sie zu vermissen...

DU BIST MEIN SEELENTIER

(unbek.)


Mein kleiner Engel Wolverine wird für immer und ewig und über Alles geliebt in meiner Erinnerung bleiben,
weil er mir nach vielen Schicksalsschlägen gezeigt hat, dass es bedingungsloses Liebe und pures Glück
tatsächlich gibt und ich ihm so dankbar dafür bin, dass ich er seine so kurze Zeit auf Erden mit mir verbracht
und mir damit das schönste und erfahrungsreichste Jahr meines ganzen Lebens geschenkt hat!

Dienstag, 19. Februar 2013

Rock 'n' Roll Suri...

Letzten Freitag war es plötzlich soweit...unsere Suri wurde das erste Mal rollig!!
Ich muss sagen, ich hätte es mir wirklich dramatischer vorgestellt! Da die kleine Maus unsere erste Katze ist und Kater ja glücklicherweise davon verschont bleiben, waren wir uns nicht sicher, ob wir es denn überhaupt merken würden. Suri ist sowieso sehr gesprächig und spaziert gelegentlich unzufrieden maunzend durch die Wohnung. Am Samstag allerdings maunzte sie nicht nur vermehrt, sondern streckte uns auch ständig ganz demonstrativ ihr kleines Hinterteil entgegen und schlängelte sich wie eine Raupe am Boden herum. Außerdem wirkte sie sehr unruhig. 


Von Erzählungen habe ich gehört, dass Katzen während ihrer Rolligkeit pausenlos wie Babys schreien würden. Das war bei ihr definitiv nicht der Fall. Ganz im Gegenteil, man konnte sie sogar sehr gut ablenken. In den Momenten, wo wir mit ihr spielten oder sie streichelten war sie ganz entspannt und maunzte überhaupt gar nicht. Auch schlief sie zwischendurch recht viel. 

Heute (Tag 5) scheinen die Symptome schon etwas abgenommen zu haben. Suri ist wesentlich entspannter, maunzt weniger und hält auch nicht mehr dauerhaft ihren Popo in die Luft. 

Der arme Kasi hat das alles gar nicht verstanden. Jedesmal wenn sie sich ihm anbot, schaute er nur sehr verwirrt und suchte das Weite. Interesse an ihr hatte er nicht das geringste. Vielleicht ist sie ja einfach nicht sein Typ... ;)

Nun sind wir natürlich am Überlegen, wie es weitergehen könnte. Ich habe gehört, dass Katzen, die während ihrer Rolligkeit keinen "Liebesakt" vollzogen haben, dauerrollig werden können. Diesen Stress möchten wir Suri selbstverständlich ersparen. Darum ist eine Kastration vermutlich unumgänglich. Da dies allerdings eine Operation ist und damit auch Risiken birgt, wollten wir erst einmal schauen, wie häufig sich dieser Zustand nun wiederholt und wie lang er andauert. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dass unsere Kleine alle zwei Wochen oder sogar häufiger umher rollt, dann machen wir selbstverständlich sofort einen Termin beim Tierarzt. 

Von schlaflosen Nächten und ähnlichen nervlichen Zerreißproben kann ich bislang allerdings überhaupt nicht berichten. Mit viel Liebe, Zuneigung und Beschäftigung ist die Situation durchaus erträglich...



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Nachtrag:

Es ist nun exakt zwei Wochen her und klein Suri rollt erneut. Herrchen ist geduldig und will unbedingt noch eine Weile abwarten. Ich persönlich betrachte die baldige Kastration als unumgänglich... ;)

Freitag, 15. Februar 2013

Dreamies Snacks

Heute kam eine weitere Kostprobe für die Samtpfötchen an: Dreamies - Die Traumhaften Katzensnacks.




Von der Zusammensetzung her gefallen sie mir leider nicht so gut, pflanzliche Eiweißextrakte und Getreide befinden sich an erster Stelle. Mit weniger als 2 kcal pro Stück machen sie dem Tic Tac allerdings ernste Konkurrenz. ;)
Als kleiner Snack für zwischendurch sind sie aber durchaus geeignet. Süßigkeiten für Frauchen und Herrchen sind schließlich auch nicht unbedingt gesund...
Dreamies gibt es in den Geschmacksrichtungen Huhn, Lachs, Käse, Rind, Ente und Pute.








Mittwoch, 13. Februar 2013

FIV - Kein Todesurteil!!

Das Feline Immundefizienz Virus, auch „Katzen-Aids“ genannt, ist eine lebenslange virale Infektionskrankheit von Katzen. Das Virus schwächt das Immunsystem und löst Folgeerkrankungen aus, die zum Tod führen. Es ähnelt damit dem Auslöser von Aids beim Menschen, ist aber für diesen ungefährlich. 

Wohnungskatzen ohne Kontakt zu fremden Artgenossen sind kaum gefährdet. Zur Hauptrisikogruppe gehören vor allem ältere Freigängerkater mit einem ausgeprägtem Revierverhalten in einer Umgebungen mit hoher Katzendichte, da die Tiere dann häufiger in Kämpfe verwickelt werden. Der normale soziale Kontakt zwischen Katzen führt nicht zu einer Ansteckung.

Die Übertragung geschieht durch den Kontakt mit infiziertem Blut oder Speichel, in der Regel ausgelöst durch Bisse. Gelegentlich kommt es zu einer fetalen Infektion über das Muttertier.

Nach der Infektion produziert die Katze sofort Antikörper, ist jedoch nicht in der Lage diese zu besiegen.
Typische Symptome sind Fieber, Abnahme der Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und eine krankhafte Anschwellung der Lymphknoten. In diesem Stadium erholen sich die Tiere in der Regel sehr schnell und die Krankheit kommt eine Zeit lang zum Stillstand. Die AIDS-Symptome werden oft erst nach fünf bis zehn Jahren in Form von verzögerten Reaktionen, vorübergehenden Lähmungen und Verhaltensänderungen sichtbar.
Je nach Stadium der Erkrankung treten weitere Symptome, wie schlechtes Fell, Fieber, Durchfall, chronische Entzündungen (Bindehaut-, Zahnfleisch-, Maulschleimhautentzündung), starke Gewichtsabnahme und Appetitlosigkeit auf. Bei Ausbruch der AIDS-Symptome liegt bei Mortalitätsrate bei ca. 5 bis 25% innerhalb des nächsten Jahres.

Die Krankheit ist nicht heilbar. Erkrankte Tiere sollten vom Freigang ausgeschlossen werden, um fremde Katzen nicht infizieren zu können. Normale soziale Kontakte ohne Revierkämpfe führen allerdings nur sehr selten zu einer Ansteckung.

Leider kommt es gelegentlich vor, dass Tiere noch vor Ausbruch der eigentlichen Krankheit aus Unwissen und Angst heraus euthanasiert werden.


Hier ein Fallbeispiel:


Tarzan ist sechs Jahre alt, als bei ihm die Diagnose gestellt wird. Er ist nur eine Haaresbreite dem frühzeitigen Tod entkommen. Seine Besitzerin hat ihn und ihre anderen beiden Katzen auf mögliche Krankheiten untersuchen lassen wollen und ließ einen Bluttest durchführen. Knapp eine Woche später kam die Dame mit ihren Katzen erneut in die Praxis, um die Ergebnisse abzusprechen. 
Hier stellte sich heraus, dass Tarzan FIV positiv ist, die anderen beiden Katzen glücklicherweise negativ. Sie hat sie allesamt aus dem Tierheim. Tarzan kam als letzter in die Familie. 

Aus Angst um ihre anderen beiden Tiere, bat sie direkt darum, den hübschen Kerl einschläfern zu lassen. Ihn wieder zurück ins Tierheim zu geben kam für sie nicht in Frage. Lange sprach die Tierärztin auf sie ein. Sie war fest davon überzeugt, dass es das Beste für den Kater wäre. Warum? Er hat krankheitsbedingt ein schwaches Immunsystem, ist anfälliger für Krankheiten und leidet häufiger unter weichem Stuhlgang. Er benötigt lebenslang Medikamente und sollte aufgrund der Stuhlproblematik ausschließlich Nassfutter zu sich nehmen. 

Absolut unverständlich ihm darum das Leben nehmen zu wollen, zumal er nicht einmal annähernd im Endstadium seiner Krankheit angekommen ist. Es gibt genügend Methoden, einer Katze Medizin zu verabreichen, ohne dass es ein Martyrium für sie wäre. Und so teuer ist das Nassfutter nun auch nicht, um solch eine Entscheidung zu rechtfertigen. Auch die Option mit dem Tierheim wäre sinnvoller gewesen, denn auch die FIVchen dort werden regelmäßig an liebe neue Besitzer vermittelt.

Anfangs wurde in der Praxis noch vermutet, der Kater wäre ein Freigänger und könnte vielleicht fremde Katzen anstecken. Aber nicht einmal das traf zu. Tarzan war ein reiner Wohnungskater. Desweiteren war die Wahrscheinlichkeit, dass die anderen beiden Tiere sich infizieren, nur sehr gering. Sie haben es in den letzten zwei Jahren nicht getan, warum dann jetzt? Revierkämpfe untereinander fanden nicht statt.

Die Euthanasie sollte noch am gleichen Tag erfolgen. Nach kurzer Überlegung im Kollegium entschied sich die Tierärztin dazu, dem armen Kerl eine Chance zu geben und nahm ihn bei sich auf. 
Selbstverständlich hofft sie, dass ihr FIV negativer Kater sich nicht ansteckt. Aber auch wenn dieser Fall eintreten sollte...man kann die Krankheit zwar nicht heilen, aber mit der richtigen medizinischen Behandlung hinauszögern. Nicht selten haben die betroffenen Tiere eine ganz normale Lebenserwartung. Die Vermeidung von Stress und der regelmäßige Kontrollbesuch beim Tierarzt sind hierfür allerdings zwingend erforderlich. 


Nun ein Aufruf an alle betroffenen Katzenbesitzer:


FIV IST KEIN TODESURTEIL!!! Eine Euthanasie sollte lange überlegt werden und nur dann zur Option stehen, wenn es tatsächlich keine anderen Möglichkeiten mehr gibt und das Tier große Qualen erleiden sollte oder eine ernste Gefahr für andere Tiere darstellt.
Höhere Tierarztkosten sind keine Rechtfertigung. Mit so etwas muss man immer rechnen, wenn man sich dazu entscheidet, einem Tier ein zu Hause zu schenken.

Unser Kasimir leidet ebenfalls unter einer Erkrankung (Feline Lower Urinary Tract Disease / FLUT), weswegen er lebenslang Medikamente benötigt und genau wie Tarzan ausschließlich Nassfutter angeboten bekommt. Dennoch würde mir natürlich niemals  in den Sinn kommen, ihn deswegen einschläfern lassen zu wollen. 

Gebt Eurem Notfellchen eine Chance. Es wird es Euch danken.... ;)






Dienstag, 12. Februar 2013

Produkttest - Select Gold Sensitiv

Es ist soweit!! Suri und Kasimir dürfen bei dem offiziellen Select Gold Produkttest der "Konsumgöttinnen" mitmachen! Heute morgen brachte uns der Paket-Mensch folgendes Päckchen:





Dieses hat Suri natürlich sofort genauer unter die Lupe genommen:






...und erst einmal für positiv erklärt:









Kasimir ist leider noch unterwegs, er kam noch nicht zu dem Vergnügen. Selbstverständlich darf auch er testen, sobald er (vermutlich wie immer hungrig) nach Hause kommt!

Mein erster Eindruck ist durchaus positiv. Mit 71% ist der Fleischanteil wirklich hoch, desweiteren ist das Futter komplett getreide- und glutenfrei. Auf Zucker und Soja wird ebenfalls verzichtet, auch  wurden keinerlei Konservierungsstoffe zugesetzt.






Nachtrag:

Wie vermutet kam Kasimir am Abend völlig hungrig nach Hause und hat sich sofort auf das neue Futter gestürzt. 




Es schien im sogar so gut zu schmecken, dass er nach zehn Minuten noch immer bettelnd auf dem Tisch saß und darauf wartete, dass ich den nun leeren Napf erneut fülle...




Sonntag, 10. Februar 2013

Peilsender, Katzenklingel & Co.


Mittlerweile gibt es eine große Auswahl verschiedener Gadgets auf dem Markt, die Besitzer von Freigängerkatzen besser schlafen lassen sollen. So gibts es z.B. ein Ortungsgerät, welches dabei helfen soll ein verschwundenes Tier schneller lokalisieren zu können. Dazu bekommt die Katze einfach einen Peilsender an das Halsband, während Frauchen oder Herrchen die zugehörige Fernbedienung besitzen.
Für Katzen, die zwar immer pünktlich nach Hause kommen, die Besitzer das aber nicht immer sofort mitbekommen, gibt es eine Art Katzenklingel. Wieder bekommt die Samtpfote einen Sender an das Halsband. Das Gegenstück ist eine Art Walkie-Talkie, welches anfängt Töne zu geben, sobald sie sich in der Nähe der Haustür befindet. Eine ähnliche Funktion hat ein Infrarotsensor, welcher draußen in der Nähe der Haustür befestigt wird. Das Gegenstück dazu wird ebenfalls in der Wohnung aufgestellt und gibt ein Signal, sobald es eine Bewegung unterhalb des Sensors vernommen hat. 
Genauer vorstellen möchte ich heute das Ortungsgerät "Loc8tor Plus / Pet", welches bei uns regelmäßig zum Einsatz kommt. 



Loc8tor Plus

Der Loc8tor Plus kann orten, warnen und verfügt über einen Panik-Alarm.

Der Loc8tor Plus ist ein Gerät, mit dem Sie z.B. Ihre Haustiere und Gegenstände leichter im Auge behalten können, und ist ideal für die Anwendung im Haus und unterwegs sowie für gewerbliche Zwecke. Seine beiden Modi (Orten und Warnen) ermöglichen es Ihnen, jeden mit einem Sender versehenen, nicht auffindbaren Gegenstand selbst an den unzugänglichsten Orten wiederzufinden, und Sie werden gewarnt, wenn sich ein ein Haustier aus Ihrer festgelegten Sicherheitszone entfernt.




Was ist das Besondere am Ortungsgerät Loc8tor Plus?


  • Richtungsweisende Fähigkeiten: Der Loc8tor zeigt Ihnen auf dem Display die Richtung zum verlorenen Gegenstand an.
  • Audio- und visuelle Signale auf Handgerät und Sender führen Sie auf 2,5 cm zum gesuchten Gegenstand
  • Die Sender sind die kleinsten und leichtesten ihrer Art: Nur 5 Gramm.
  • Große Reichweite - Bis zu 183 m (bei freier Sicht)*
  • Warnmodus sendet ein Signal, wenn ein mit einem Sender versehener Gegenstand oder Lebewesen aus der vom Nutzer festgelegten Sicherheitszone entfernt wird. Reichweite kann für jeden Sender separat eingestellt werden.
  • Es können bis zu 24 verschiedene Gegenstände geortet werden
  • Registriert Signale durch Türen, Wände und Schubladen hindurch
  • Einfach zu verwenden - in Sekundenschnelle betriebsbereit
  • Lange Batterielebensdauer
  • Größe der Sender: 30,5 mm (H) x 19,5 mm (B) x 8,5 mm (T)
  • Gewicht des Senders: 5 g
  • die Bedienungsanleitung wird in deutscher Sprache ausgeliefert



Bitte beachten Sie:


  • *Die 183 Meter Reichweite werden nur bei freier Sicht erreicht. Die tatsächliche Reichweite hängt von der Verwendung, der Umgebung und dem Umfeld ab.
  • Die Warnfunktion ist nur eine Hilfsfunktion, die Ihnen hilft, Diebstahl oder Verluste zu vermeiden.
  • Panik-Sender sind NICHT wasserfest. Wenn Sie das Gerät draußen verwenden möchten, empfehlen wir den Kauf der spritzwassergeschützten Gehäuse.

Ortungsmodus

Der Loc8tor Plus ikann bis zu 24 verlegte Gegenstände gleichzeitig überwachen. Richtungsweisende Ton- und Lichtsignale vom Handgerät führen Sie zur genauen Position des verlorenen Gegenstandes. Es wird nur noch wenige Minuten dauern, Dinge zu finden, die Sie normalerweise stundenlang suchen und möglicherweise niemals finden würden. Mit einer Genauigkeit von bis zu 2,5 cm Entfernung zum verlorenen Gegenstand, ob drinnen oder draußen, in totaler Dunkelheit oder in einem lauten Raum.

Warnmodus

Hilft Ihnen, Verluste zu vermeiden. Sie werden mit einem Vibrations- und Audioalarm gewarnt, falls Ihre Haustiere sich außerhalb Ihrer festgelegten Sicherheitszone bewegen, und auf dem Handgerät wird angezeigt, welcher Ihrer Sender sich entfernt oder entwendet wurde. Wählen Sie aus drei voreingestellten Sicherheitszonen - nah, mittel oder weit entfernt. Eine Feineinstellung für bestimmte benötigte Reichweiten ist möglich. 
Beispiele:
Ihr Hund liegt normalerweise lieb im Garten doch plötzlich kommt ein Heißluftballon und der Hund nimmt reißaus...es gibt Hunde die springen in so einer Situation auch noch über einen 1,60 Meter Zaun, auch wenn irgendwo eine läufige Hündin ist stehlen sich die Rüden gerne davon

(Quelle: www.loktier.de)




In unserem Fall läuft es so, dass jedes unserer Tiere einen Sender mit wasserfester Silikonhülle am Halsband befestigt hat. Die Sender sind wirklich klein und leicht, behindern das Tier also keinesfalls. Als Halsband für unseren "Wanderkater" verwenden wir eines mit Sicherheitsverschluss, welches sich bei geringstem Zug sofort öffnet. Dies haben wir natürlich zuvor ausgiebig getestet.

Das Gerät kam bereits bei meinem Seelenkater und Regenbogenbaby Wolverine zum Einsatz, welches die wohl beste Entscheidung meines ganzen Lebens war. Wolverine war zwar unglaublich zuverlässig, hörte aufs Wort und kam immer nach Hause, es gab mir aber dennoch ein ruhigeres Gefühl. Besonders am Abend empfand ich es als sehr praktisch. Ich musste nicht extra das Fenster öffnen oder nach draußen gehen, um meinen Kater zu rufen, sondern es war mir möglich, direkt von der Couch aus die Fernbedienung einzuschalten und zu prüfen, ob er sich in der Nähe befand. Dies war eigentlich die Hauptfunktion, welche der Sender bei uns hatte. Der zweit häufigste Grund der Benutzung waren die Situationen, in der Wolverine sein Halsband verlor. Durch den Sicherheitsverschluss öffnete es sich häufiger mal, sodass er ohne nach Hause kam. Dank des Peilsenders fanden wir es aber bis auf ein bis zwei Ausnahmen immer wieder. 
Ein neuer Sender ist für ca. 15€ im Internet zu erweben, eine neue Silikonhülle kostet ca. 5€.

Nun komme ich zu dem Ereignis, weswegen ich das Ortungsgerät niemals hätte missen wollen, auch wenn es der wahrscheinlich traurigste und schlimmste Tag in meinem ganzen Leben war. Drei Tage nach seinem ersten Geburtstag kam mein Baby am Abend nicht nach Hause. Dies war sehr ungewöhnlich, dennoch hatte ich (was ebenfalls völlig ungewöhnlich war) das ruhige Gefühl im Bauch, dass es ihm gut ginge. An dem Tag habe ich lange gearbeitet und es war schon später. Herrchen berichtete mir, dass unser Kater am frühen Abend erst raus wollte. In diesem Fall kam er darum meist erst am frühen Morgen oder in der Nacht wieder zurück. Am nächsten Morgen stand er allerdings nicht wie immer um Punkt 6 Uhr unterm Schlafzimmerfenster und rief uns ganz erbärmlich. Ich fand die Situation zwar ungewöhnlich,  hatte aber dennoch noch immer das positive Bauchgefühl. Erst am Vormittag schnappte ich mir meine Hündin und ging mit der Fernbedienung in der Hand nach draußen. Trotz mehrfachem Rufen fand ich meinen kleinen Schatz nicht. Nach relativ kurzer Zeit hatte ich allerdings ein Signal. Hier wurde mir schon mulmig, da das Signal nicht stärker wurde, wenn ich stehen blieb. Eine weitere praktische Funktion des Ortungsgerätes ist, dass nicht nicht nur ein Signal an der Fernbedienung ensteht, sondern dass auch der Sender am Halsband leise zu piepen anfängt. Darauf war mein Kater bereits konditioniert, ich brauchte ihn nicht mehr zusätzlich rufen. Diesmal musste ich der angezeigten Richtung des georteten Senders weiter folgen. Das lauteste Signal hatte ich nun mitten vor einem Gebüsch. Als ich versuchte, hineinzusteigen, sah ich, dass sich dahinter eine Art Hinterhof einer Kfz-Werkstatt befand. Unser Dorf grenzt an einem Industriegebiet. Ich konnte also einen Platz voller Autoschrott entdecken, aber nicht meinen Kater. Laut Fernbedienung befand er sich aber keine zwei Meter von mir entfernt. Ich entschloss also über den Zaun zu klettern. Meine größte Hoffnung war, dass mein Schatz entweder wo eingesperrt war oder verletzt, sodass er sich nicht rühren konnte. Auf Augenhöhe viel mir plötzlich ein Regal auf, auf dem Motorhauben nebeneinander gelagert waren. Dort sah ich mein Baby zwischen einem Spalt zweier Motorhauben auf der Seite liegen, mir den Rücken zuweisend. Ich ging auf ihn zu und sprach ihn ängstlich an. Noch im gleichen Augenblick, als ich sah, dass er mich anschaute, merkte ich, dass sein Blick gar nicht mir galt und seine Seele nicht mehr in seinem Körper war. Gleichzeitig sah ich Fliegen auf seiner Nase sitzen. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich so schnell dort wieder herausgekommen bin. Mein Freund fand mich relativ schnell auf der Wiese außerhalb des Schrottplatzes.

Das war definitiv eines der schrecklichsten Momente meines ganzen Lebens. Meine ganze Welt zerbrach. Mein Schnubbi war mein Baby, meine Handaufzucht, mein bester und treuester Freund. Noch nie hatte ich eine so tiefe und enge Verbindung zu einem Tier gehabt. 

Am nächsten Tag kam dann der schwere Gang zum Haustierkrematorium auf uns zu. Es war einfach wunderschön organisiert. Es war ein verdienter und würdevoller Abschied. Die Asche meines Babys nahmen wir mit nach Hause. Sie steht jetzt in einer Urne in unserem Wohnzimmerschrank. Ihn einfach draußen zu begraben, haben wir nicht übers Herz gebracht.

Auch wenn ich noch lange nicht darüber hinweg gekommen bin, was damals passiert ist, ich bin unendlich froh, dass Schnubbi den Sender trug. Ohne diesen hätten wir ihn niemals gefunden und würden vermutlich heute noch auf ihn warten. Eine für mich ganz furchtbare Vorstellung. So hatten wir wenigstens die Möglichkeit Abschied zu nehmen...





  




Abschließend möchte ich sagen, dass diese Art von elektronischen Hilfsmittel für die Überwachung unserer Haustiere durchaus sinnvoll sind, je nachdem was man sich davon genau verspricht. Für eine Katze, die sich regelmäßig weite Strecken von zu Hause entfernt, ist das Ortungsgerät eventuell weniger geeignet. Zumindest ist es dann natürlich nicht möglich, sie schnell orten zu können. Dennoch habe ich bereits von Fällen gehört, in denen Herrchen und Frauchen sämtliche Ortschaften mit Hilfe des PKW´s abgefahren sind und irgendwann in der Nähe eines abgelegenen Waldes plötzlich ein Signal empfingen. Dort fanden sie ihr Tier irgendwo eingesperrt, wo es vermutlich verhungert wäre, wenn sie es nicht gefunden hätten.
Das Wichtigste aber ist das Bauchgefühl, welches solche Geräte uns Tierbesitzern vermitteln können. Wenn es einem tatsächlich hilft, besser schlafen zu können und sich weniger Sorgen um den geliebten Vierbeiner zu machen, dann empfinde ich die Investition durchaus als sinnvoll!


In Memory Of Wolverine - A Last Goodbye...

Mein Baby, mein wunderschöner Engel, meine Therapiekatze, mein bester Freund. Ich danke Dir für das wunderschöne und erfahrungsreiche Jahr mit Dir. Niemals hätte ich gedacht, was Katzen für wunderbare Wegbegleiter sind. Bis Dich ein schrecklicher Unfall durch nachsichtige Menschen einfach aus meinem Leben entrissen hat. Ich kann mir einfach nicht vorstellen meine weiteren Wege ohne Dich zu beschreiten.. Ich habe Dich mit der Flasche aufgezogen und zu einer sanftmütigen stolzen Schönheit heranwachsen sehen. Du hast mir soviel Lebensfreude und Kraft gegeben. Wie soll ich es nun weiter schaffen ohne Dich? Wer weckt mich am Morgen und zwingt mich dazu aufzustehen?? Wer kommt mit mir am Abend ins Bett, um noch eine Weile schnurrend auf meinen Füßen zu treteln? Wer ärgert nun Buffy und spielt mit mir in der Dusche? Ich liebe es, wie Du vor Freude kurz jaulst, wenn man Dich rein holt. Wie Du Dich knuddeln lässt, wenn man Dich füttert. Wer geht mit mir nun den täglichen Spaziergang mit den Hundis? Muss ich das nun ganz allein machen? Kann ich wirklich niemals wieder Deine kleine rosa Nase küssen? Du durftest dir einfach alles erlauben, wie konnte man Dir auch böse sein?! Ich habe es mir zu einer regelrechten Lebensaufgabe gemacht, Dich zum glücklichsten Kater der Welt zu machen. Es sollte Dir an nichts fehlen. Darum habe ich Dir damals auch trotz meiner großen Verlustängste Deinen Freigang gewehrt. Niemals hätte ich Dir das unbeschreibliche Glück nehmen wollen, welches Du draußen erfahren durftest. Du warst ein echter Abenteurer und dabei immer so vorsichtig. Niemals wärst Du auf fremde Leute zugegangen. Beim kleinsten Geräusch brachtest Du dich in Sicherheit. Auch vorm Straßenverkehr hattest Du einen riesigen Respekt. Die perfekte Katze... In unserer Nähe aber warst Du ganz furchtbar mutig. Silvester, Gewitter oder die laute Sirene am Haus gegenüber - das hat Dich völlig kalt gelassen. Schließlich wusstest Du, bei uns bist Du in Sicherheit. Vor nicht allzulanger Zeit wurde sogar ein echter Räuber aus Dir. Mäuse, Vögel und Krabbeltiere, nichts war mehr vor Dir sicher. Daheim hingegen wurdest Du immer anhänglicher. Kamst unter meine Bettdecke, wecktest mich morgens ganz sanft und vorsichtig. Und auch Deine Empathiefähigkeit war einfach wundervoll. Du wusstest genau, wie weit Du beim Spiel gehen kannst. Für die Kinder warst Du ein Held. Je jünger sie waren, desto vorsichtiger warst Du. Das gleiche gilt für ältere oder kranke Menschen. In der Nachbarschaft warst Du bekannt als der Kater der aufs Wort folgt. Niemals brauchte man ein zweites Mal nach Dir rufen und dabei gingst Du stets beifuß. Du wurdest so beliebt, das täglich Kinder von weit herkamen, nur um mit Dir zu spielen. So sind richtige Freundschaften entstanden... Was sollen die Kinder nur ohne Dich machen? Du hinterlässt eine so große Lücke in in so vielen Herzen. Besonders in meinem. Du warst etwas ganz Besonderes und hinterlässt ganz viel Schmerz. Allerdings wird mir niemals jemand die Freude an die Zeit mit Dir nehmen können. Und niemals kann Dich wer ersetzen. SCHNUBBI, mein kleiner Schnubb, mein Schnubbi-Doo. Ich habe schon viele Menschen und auch vierbeinige Freunde verloren. Doch Du wirst immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben. Du hast geschafft, was Ärzte, Freunde, Verwandte und Pillen niemals nur annähernd geschafft haben. Du hast mir bedingungslose Liebe und pures Glück gezeigt. Ich hatte so wundervolle Tage und eine glückliche Zeit mit Dir. Und wie Du mich zum Lachen brachtest. Jeden Tag auf neue mit Deinen verrückten Ideen. Und von Deinen abendlichen Fünfminuten ganz zu schweigen. Soll das nun wirklich alles vorbei sein? Es wird wohl lange dauern, bis ich das begreife. Vergessen werde ich Dich aber niemals. Wie könnte ich auch... Du warst noch so jung und hättest so vieles noch erleben können. Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass Du gut über die Regenbogenbrücke kommst und wir uns dort eines Tages wiedersehen. Du bist nun bei meiner Mami, die sich gut um Dich kümmern wird. Und Tammy wird Dir natürlich die schönsten Ecken zeigen. Du wirst viele Sträucher und Nieschen zum Verstecken finden und auf Bäume klettern können. Die ein oder andere Maus wird mit Sicherheit auch zu finden sein. Mit der kannst Du spielen, ohne sie versehentlich zu verletzen. Und zu futtern gibt es nur die leckerste Kost. Aber eins wird Dir sicherlich fehlen...Deine Familie. Darum hoffe ich, dass Du gelegentlich auf uns herabsehen wirst und uns ein Zeichen gibst, dass es Dir gut geht. ICH LIEBE DICH VON GANZEM HERZEN UND DENKE AN DICH BIS WIR UNS EINES TAGES WIEDER SEHEN. Danke dafür, dass es Dich gegeben hat und du Deine Zeit auf Erden mit uns verbracht hast. Ruhe in Frieden mein kleiner Sternenkater. Ich werde Dich so unendlich doll vermissen... :'''((( ♥





♥♥♥ Your first day in my life... ♥♥♥


Eine Liebeserklärung



„Katzen mag ich gar nicht. Das sind so furchtbar hinterhältige Tiere. Außerdem sind die doch eh stinklangweilig. Was kann man mit denen machen? Ihnen zugucken, wie sie faul auf der Fensterbank liegen? Absolut keine Tiere für mich.“



29.07.2011 – Unser erster Tag!
Ein kleines Fellknäuel. Auf meinem Schoß im Auto. Ich darf es mit nach Hause nehmen. Mein Gott, es ist so klein und zerbrechlich. Und diese großen, runden blauen Augen. Sie fixieren mich regelrecht. Und dann weint es noch so erbärmlich. Am liebsten möchte ich mitweinen. Was kann ich nur tun, wie kann ich es trösten? Wieder in die Box kann ich es nicht setzen, darin hatte es doch so fruchtbar Angst und fühlte sich ganz verloren. Es muss also auf meinem Schoß bleiben. Bis ich zu Hause bin.

Vor 10 Minuten zerrte es noch vergnügt an meinem Schnürsenkel. Nun war es plötzlich so traurig. Ich erklärte ihm, dass ich nun seine neue Mama sei und ganz doll aufpasse, dass ihm nichts geschehe. Es zerriss mir das Herz.

Ja, ich war nun im Besitz eines kleinen Katzenbabys! Eines kleinen Katers um genau zu sein. Ich habe mich bereit erklärt, ihn mit der Flasche aufzuziehen, da seine richtige Mama leider verstorben ist. Wie man das macht? Keine Ahnung. Was so eine Katze braucht? Ebenfalls keinen Dunst. Also die besten Voraussetzungen!

Ich startete den Motor. Ganz vorsichtig gab ich Gas. Ich wollte den kleinen Kerl ja auf keinen Fall erschrecken. Noch ca. eine Stunde Auto fahrt lagen vor uns, bevor wir zu Hause sein würden. Ich fuhr eigentlich viel zu langsam, aber das war mir egal. Ich wollte schließlich nicht unnötig bremsen müssen. Außerdem war mein neuer kleiner Freund gerade eingeschlafen. Ganz rund hatte er sich zusammengerollt, auf meinem Schoß. Nach gefühlten 100.000 Ampeln erreichte ich endlich die Autobahn. Nun ging es nur noch geradeaus, ohne dauerndes Bremsen und wieder Losfahren. Dennoch wurde das Fellknäul immer wieder wach. Jedes Mal fixierte er mich mit seinem Blick und fing an jämmerlich zu maunzen. Was soll ich nur machen? ZWINKERN! Irgendwo hatte ich gelesen, dass man Katzen anzwinkern solle. Das solle so sein, wie lächeln. Also zwinkerte ich drauf los. Meine Mitmenschen hätten wohl gedacht, ich hätte was im Auge oder irgendwelche Ticks. Der kleine Kater aber wurde tatsächlich ruhiger, fixierte aber weiterhin meine Augen. Nun noch ein bisschen intensiver. Dann zog er sich plötzlich an meinem Oberkörper hoch und versuchte mit seiner Pfote nach meinen Wimpern zu schlagen. AUA! Das tat weh. Das ging also deutlich in die Hose. Ich „lächle“ ihn auf Katzensprache freundlich an und er? Hmm, vielleicht hatte ich ein bisschen zu schnell geklimpert? Ich musste mir also was anderes einfallen lassen. Ich versuchte ihn mit der rechten Hand vorsichtig zu streicheln, während ich mit der linken die Kontrolle über das Lenkrad bewahrte. Da biss mich der kleine Rabauke mit voller Enthusiasmus in die Finger. Es tat zwar nicht wirklich weh, erschrocken habe ich mich trotzdem. Mit der Zeit merkte ich, dass er nur spielen wollte und lies ihm seinen Snack. Dabei schlief er erneut ein. So verging die Fahrt.

An diesem Tag holte ich Herrchen wie jeden Freitag von der Arbeit ab. Herrchen war schon ganz aufgeregt. Kurz nachdem ich mit dem kleinen Kater im Auto saß, dachte ich, ich könnte ihn so langsam auch einmal darüber informieren, dass wir nun ein neues Haustier haben würden. Irgendwann musste er es ja schließlich erfahren. 
Zwar hielt sich seine offensichtliche Begeisterung noch in Grenzen, ich merkte dennoch, dass auch er hin und weg war. Während das keine Wollknäuel weiterhin total entspannt auf meinem Schoss lag und fest schlief, schoss Herrchen das erste Foto. Er sah so friedlich aus und schien uns unendlich zu vertrauen. Nun dauerte es nur noch zehn Minuten, bis wir endlich zu Hause ankamen.

Ich stieg also vorsichtig aus dem Auto aus und nahm das kleine Etwas vorsichtig auf den Arm. Familienzusammenführung ist angesagt. Die Hunde bellten wie immer ganz aufgeregt hinter der Tür. Ob sie ahnten, was da auf sie zukam? Herrchen öffnete die Tür. Obwohl er mir vor einer guten Stunde am Telefon noch sehr überzeugt erklärte, dass wir definitiv keine Katze gebrauchen können, sprachen seine Augen eine ganz andere Sprache. Er schaute ungefähr genauso, wie der Kater die ganze Zeit im Auto, nur weniger traurig.
Yorkshire-Terrier-Hündin Buffy stand kurz vorm Herzkollaps. Man sah ihr an, wie sehr sie ihre kurzen Beine verabscheute, die es ihr einfach nicht erlaubten, höher zu springen. Chihuahua Gismo hingegen saß wie immer völlig unbeteiligt auf der Couch. Er ist schon älter, ihn interessierte das alles nicht. Und der kleine Kater? Er fauchte, was das Zeug hielt. So ein Trubel. Während mein Freund die übermotivierte Buffy (auch Muff genannt) erst einmal ins Schlafzimmer verfrachtete, hatte ich endlich die Möglichkeit das kleine Krallenmonster abzusetzen. Mein Freund hatte noch immer den gleichen Blick drauf. Allerdings fixierte er mit seinen Augen nicht die meinen, sondern das neue vierbeinige Wesen, was sofort begann das Wohnzimmer zu erkunden. Sämtliche Scheu schien nun verschwunden. Wir setzten uns also erst einmal gemeinsam auf das Sofa und starteten eine Art Tierbeobachtung. Fast wie im Biologiestudium, nur häuslicher. Das Katzenkind nahm uns dabei kaum wahr. Die Wohnung war doch viel interessanter. Da klingelte es an der Tür.

Mein Freund informierte seine Schwester über die neue Situation, selbst eine Katzenbesitzerin. Diese stand nun in der Wohnzimmertür und gab seltsame Quieklaute von sich. Und sie hatte sogar eine Dose Katzenfutter mitgebracht. Ganz toll, wir konnten also zur Fütterung übergehen. Wir bereiteten also in der Küche einen Napf vor. Aus mysteriösen Gründen stand der kleine Kater dabei schon neben uns. Keine Ahnung wo der so plötzlich herkam. Eigentlich bekam er doch noch das Fläschchen. Ob er damit wohl was anzufangen weiß? Lange Zeit darüber nachzudenken hatte ich nicht, schon hatte er sich auf den Napf gestürzt. Okay, er wusste also wie man Nassfutter frisst. Von Fressen konnte nicht mal die Rede sein, wegatmen traf es schon eher. Das Mittagessen war also auch erledigt. Nun stand er plötzlich mitten in der Küche und fing an mit einer Pfote auf dem Boden zu scharren. Was tut er da? Will er ein Loch buddeln? Zum Glück war ja Schwägerin Mandy vor Ort, die mich direkt fragte, wo denn das Katzenklo sei. Das Katzenklo? Ich hatte im Keller noch ein altes für eine Freundin aufbewahrt. Auch Streu musste noch dabei stehen. Mandy nahm den Kleinen also auf den Arm, während ich alles zusammen sammelte. Wieder in der Küche stellten wir sein künftiges Katzenklo vor ihm auf den Boden. Ob er denn weiß, wie man das benutzt? Wie erzieht man denn eine Katze zur Stubenreinheit? Aber auch hier brauchte ich mir wohl keine großen Gedanken zu machen. Noch ehe ich auch nur blinzeln konnte, saß er schon in seinem Klo, machte die gleichen Kratzbewegungen wie eben auf dem Boden und verrichtete sein Geschäft! Und nun? Loben und Leckerli geben? Hatte ich auch nicht da.
Da der kleine Kater nun furchtbar müde zu sein schien, brachten wir ihn zu Herrchen ins Wohnzimmer und fuhren erst einmal in den nächsten Zoofachhandel. Mandy könnte mir sicher sagen, was Katzen alles bräuchten und was ich anzuschaffen habe.

In der Zoohandlung angekommen, hätte ich am liebsten alles in den Korb geworfen, was dort so für Katzen angeboten wurde. Mandy holte mich auf den Boden der Tatsachen zurück. Also schaffte ich es tatsächlich, nur das Nötigste zu kaufen. Neues Katzenstreu, Futter, Aufzuchtsmilch, Leckerlis, eine Katzenangel, Näpfe und zwei kleine Spielmäuse. Gern hätte ich direkt den größten und besten Kratzbaum mitgenommen und eine warme Kuschelhöhle zum Schlafen. Während wir also mit dem Einkauf beschäftigt waren, startete Herrchen zu Hause eine Fotosession mit dem Minitiger. Ich wollte ganz schnell wieder heim, um ja nichts im Leben meines neuen kleinen Freundes zu verpassen.
Aber das habe ich wohl auch nicht. Der kleine schlief tief und fest auf der Couch. So fest, dass er nicht einmal mitbekam, dass Muff ihn schon ganz nass geleckt hatte. Hätte sie weiter gemacht, hätte ich das arme Kerlchen auswringen können.

Während Mandy sich irgendwann verabschiedete saßen mein Freund und ich auf der Couch und beobachteten unser Katzenkind. Wir brauchten keinen Fernseher, das neue Haustier war viel spannender. Irgendwann fiel meinem Freund dann mal ein, dass der Kleine ja noch gar keinen Namen hätte. Da war er natürlich auch ganz schief gewickelt. Ich hatte ihn doch schon längst getauft. Wolverine sollte er heißen! Genau wie der Superheld aus „X-Men“. Das passte so schön, wegen der Krallen. Herrchen war damit glücklicherweise einverstanden, so gab es keine Diskussionen.
Ich konnte es gar nicht erwarten, dass Wolverine endlich wieder erwachte. Unbedingt wollte ich das neue Spielzeug ausprobieren. Außerdem war es Zeit für sein Fläschchen. Ich stellte einen kompletten Futterplan auf. Schließlich sollte er alle zwei Stunden was zu essen bekommen. Ich entschied mich, im einmal täglich etwas Nassfutter anzubieten (schließlich fraß er das ja offensichtlich schon), ansonsten gabs das Milchfläschchen. Vergessen habe ich das natürlich nie. Ich hatte jetzt schließlich ein Baby, für das ich zu sorgen hatte!
Wolverine war von Anfang an sehr offen und aufmerksam. Er war überhaupt nicht ängstlich. Sofort sprang er über Tische und Bänke, verkroch sich in den unmöglichsten Ecken und ärgerte die Hunde. Eine so lustige Katze hatte ich noch nie erlebt. Auch hatte ich überhaupt keine Angst vor ihm, trotz meiner Katzenphobie. Vielleicht würde ich diese ja bald loswerden? Ich hatte ja nun eine kleine Therapie-Katze.

Irgendwann kam dann die Schlafenszeit. Wohin mit dem kleinen Kater? Wir entschieden uns für seine Transportbox. Wir legten also eine weiche Decke hinein und versuchten den Kater dort reinzusetzten. Leider verweigerte er das völlig. Stattdessen begann er, das Schlafzimmer zu erkunden und zeigte sich dabei gar nicht müde. Mein Freund und ich beobachteten ihn noch eine ganze Weile vom Bett aus. Irgendwann schien Wolverine dann aber doch müde zu werden. Er entschied sich, im Wäschekorb neben dem Bett zu schlafen. Die Box benutzte er viel lieber als Katzenklo, wie sich am nächsten Morgen herausstellte.
Vor lauter Aufregung konnte niemand von uns richtig einschlafen. Nicht einmal der Kater, der sich plötzlich entschloss bei uns im Bett zu schlafen. Er war so winzig klein und hatte so einen festen Schlaf. Wir wollten uns doch nicht auf ihn legen. Also entschieden wir uns, ganz weit an den Rand des Bettes zu rutschen, jeder an seiner Seite. So hatte der Kater in der Mitte ganz viel Platz zum Schlafen? War das gemütlich? Auf gar keinen Fall! Aber wer möchte denn schon seine Katze beim Schlafen stören. Eine Tatsache die sich übrigens nie änderte!
In dieser Nacht merkte ich das erste Mal, wie sehr ich diesen kleinen Kerl liebte. Von der ersten Sekunde an hatte ich ihm mein Herz geschenkt. Ich habe mir geschworen, auf ihn Acht zu geben und ihn zu beschützen. Niemals dürfte er traurig sein! Er sollte der glücklichste und stolzeste Kater der Welt werden. Und ich das stolzeste Frauchen. Ich freute mich schon auf die weiteren Jahre mit ihm, konnte dabei schon den nächsten Tag nicht erwarten. Was wir zwei wohl noch alles erleben würden? Ich schlief schließlich mit einem Lächeln ein. Nun war ich tatsächlich eine Katzenmama…


In Memory Of Wolverine - 11.06.2011 bis 16.06.2012


Samstag, 9. Februar 2013

Ein neuer Speiseplan für die Miniwölfe

Da meine Wuffis sehr wählerisch sind und besonders Gismo häufig zu wenig frisst, gab es nun mal wieder eine neue Speisekarte. Das neueste Hauptgericht: Josera Miniwell.


Josera Miniwell Hundefutter Emotion Line

Josera Miniwell Hundefutter Emotion Line

Alleinfuttermittel für ausgewachsene Hunde 
Kleine Kroketten für echte Feinschmecker
Josera Miniwell wurde speziell für die Bedürfnisse kleiner Hunderassen entwickelt.
Der hohe Anteil an leichtverdaulichem Geflügelfleisch und Reis garantiert beste Verträglichkeit.
Vitalisierende Hefe unterstützt die Verdauung.
Die Krokettenform von Miniwell ist optimal auf das Gebiss kleiner Hunderassen abgestimmt.
Josera Miniwell
---> speziell auf kleinen Hunderassen abgestimmter Protein- und Fettgehalt
---> kleine Krokettenform
---> Biotin sowie wertvolle Fettsäuren sorgen für gesunde Haut und glänzendes Fell
---> besonders lecker für die Gourmets unter den Minis
---> ohne Fisch

Zusammensetzung von Josera Miniwell Hundefutter:

Geflügelfleischmehl 36%; Reis; Mais; Geflügelfett 10%; Maismehl; Rübentrockenschnitzel; Geflügelprotein, hydrolysiert; Zichorienpulver; Kaliumchlorid; Natriumchlorid

Analytische Bestandteile in Josera Miniwell Hundefutter:

27 % Rohprotein für Wachstum, Bewegung und Regeneration
16 % Rohfett für Kraft, schönes Fell, gesunde Haut
2,5 % Rohfaser für Ballaststoffe für die Verdauung
7,0 % Rohasche für Versorgung mit Mineralstoffen
1,4 % Calcium für Knochen, Zähne, Blutgerinnung und Nerven
1,0 % Phosphor für Knochen, Zähne und Bewegung

Umsetzbare Energie 16,2 MJ/kg

3872 kcal/kg

(www.josera-futtermittel.de)



Sicherlich gibt es von der Zusammensetzung her auch besseres Futter, aber leider erkennen meine beiden Diven das nicht so ganz an.
Damals, bevor ich es besser wusste, hab ich Royal Canin gefüttert. Nachdem ich mich dann aber mit der Priorität der Zusammensetzung beschäftigt hatte, gab es "Orijen" und "Acana" als neues Futter. Diese beiden Sorten gehören definitiv in die obere Liga der artgerechten Futtermittel. Leider schmeckte es den beiden nicht besonders, also stellten wir auf "Granatapet Mini" um. Dies gehört meiner Meinung nach in die Kategorie "Obere Mittelklasse". Während Orijen und Acana einen Fleischanteil von jeweils 60 und 80% in der Trockenmasse haben, sind es beim Granatapet noch knapp 50%. Diesmal rührten sie ihre Näpfe aber noch viel unfreiwilliger an und bedienten sich lieber am Katzenfutter. So durfte ich also weitersuchen, wurde aber glücklicherweise schnell fündig.
"Platinum" ist ebenfalls ein Futter von hoher Qualität, der Fleischanteil ist ungefähr mit dem des Granatapets zu vergleichen. Ein Vorteil an diesem Futter ist, dass es sich um ein Halb-Trockenfutter handelt. Durch die höhere Feuchtigkeit sind die Kroketten wesentlich weicher, eher gummiartig. Für Gismo ist das eigentlich optimal, da er aufgrund seines Alters nicht mehr alle Zähne im Mund hat. 
Leider lässt sich diese Futter nur im Internet bestellen. So passierte es, dass wir einmal nicht früh genug neu bestellt haben und auf ein Alternativfutter zurückgreifen mussten. Zu meiner großen Überraschung schmeckte es ihnen total gut. Ein paar Tage später kam dann das Platinum wieder an. Von da an wurde strikt selektiert. Sämtliche Platinum Kroketten lagen neben dem Napf, das Alternativfutter ("Select Gold Mini") wurde gefressen. Als dies dann leer war, ging die Mäkelei und die Futterverweigerung wieder von vorn los. Ich war drauf und dran, einen Sack Select Gold zu kaufen. Es ist ja nicht das schlechteste Futter. Das Fleisch steht immerhin an erster Stelle, aber der Anteil beträgt gerade mal 22%, was mir eigentlich ein bisschen wenig ist.
Nachdem ich also weiter das Internet auf den Kopf stellte, fand ich nun das "Josera Mini". Mit 36% Prozent Fleischanteil in der Trockenmaße würde ich es definitiv in die Mittelklasse einordnen. Selbst viele Katzenfutter, die ja eigentlich noch fleischiger sein sollten, erreichen diese Zahl nur selten. Desweiteren ist ein wenig Getreide im Hundefutter verdauungsfördernd. Gerade Gismo hat sehr häufig mit Verstopfungen zu tun, er kann davon also profitieren. Reis ist gut verträglich und Mais steht immerhin erst an dritter Stelle.

Seit gut einer Woche läuft nun die Testphase...und zwar ausgezeichnet. Die Kroketten sind schön klein und wurden von Gismo sofort angenommen. Auch der Geruch ist eher angenehm. Da das Select Gold aber dennoch weg muss, fülle ich die Näpfe wieder mit beiden Sorten auf. Diesmal wird tatsächlich das Select Gold im Napf gelassen oder nach draußen sortiert. Beiden Hunden scheint es zu schmecken und sie zeigen keinerlei Probleme bei der Verdauung. Hoffen wir, dass das so bleibt!

Der größte Pluspunkt des Josera Miniwells ist aber eindeutig der Preis. Ich habe für einen 4 kg schweren Sack nur 15€ bezahlt. Den Haken habe ich bisher noch nicht gefunden. Sämtliche anderern Sorten kosteten mich bei der Menge locker das Doppelte.
Da ich noch einen Zooplus-Gutschein hatte, zahlte ich sogar nur knapp 10€. Da habe ich ein echtes Schnäppchen geschlagen. Zusätzlich gab es noch ein Päckchen Kaustangen von Zooplus als Geschenk dazu. Muss für die Tierchen fast wie Weihnachten gewesen sein...



Der Löffel, der mit auf dem Bild ist, ist ein speziell geformter Dosenfutter-Löffel. Er verläuft nach vorn spitz zu und eignet sich hervorragend zur Dosierung des Nassfutters.




Freitag, 8. Februar 2013

Baldrian & Katzenminze - Zwei absolute Geheimtipps in der felinen Drogenszene...

Kaum ein Katzenbesitzer kennt es nicht. Kommt das Baldrianspielzeug zum Vorschein, sind die lieben Minitiger plötzlich wie von Sinnen. Eine einzige Nase genügt und der Rausch beginnt zu wirken. Mit vollem Körpereinsatz versucht die Katze den für uns käsefußartigen Geruch aufzunehmen. Auf einem mit Baldrian gefüllten Kissen wird sich ausgiebig gewälzt und gerieben. Es wird angesabbert und angebissen, der Kreativität ist hier keine Grenze gesetzt. Bloß stören darf dabei niemand. Da kann dann schon mal böse gefaucht werden. Darum sieht man es auch nicht so häufig, dass mehrere Katzen gemeinsam mit einem solcher Spielzeuge spielen. Der Drogenkonsum kennt nun mal keine Freunde. 
Dieses faszinierende Schauspiel dauert in der Regel zehn bis fünfzehn Minuten, dann lässt sich der vierbeinige Junkie völlig stoned neben seiner Droge nieder. Es dauert ungefähr noch einmal so lange, bis er komplett in die Realität zurückkehrt.
Einen ganz ähnlichen Effekt hat die Katzenminze. Eine krautige Pflanze, die ihren Namen natürlich den Tieren zu verdanken hat. Bereits am Anfang des 18. Jahrhunderts berichtete der französischer Botaniker Joseph Pitton de Toureford in einem seiner Werke über dieses Phänomen:
"Wenn die Katze sie gerochen hat, macht sie sich entzückt darüber her, stützt sich wie wild hinein, tollt um sie herum, reibt sich in den merkwürdigsten Haltungen ausführlich und lange an ihr und spielt mit ihr; schließlich frisst sie sie vollständig auf."

Der Grund für diese rauschartigen Zustände ist ist das in beiden Pflanzen vorkommende Alkaloid Actinidin, das auf viele Katzen ähnlich wie ein Lockstoff wirkt. Forscher gehen davon aus, dass ca. 50% aller geschlechtsreifer Katzen (inklusive Großkatzen) genetisch bedingt darauf reagieren. Die restlichen Tiger lässt der Pflanzenstoff allerdings völlig kalt.
Baldrian oder Katzenminze machen nicht abhängig und haben keinerlei schädigende Folgen für die Tiere. Gelegentlich hört man von Fällen, in denen berauschte Tiere gegen Wände oder Türen laufen. Darum sollte man sie während ihres Spiel gut im Auge behalten, möglichst wenig stören und anschließend in Ruhe lassen. Spätestens nach einer halben Stunde ist der Spuk ohnehin wieder vorbei. Freigänger sollten innerhalb dieser Zeit nicht nach draußen gelassen werden.


Um eine Desensibilisierung zu vermeiden, sollte das Baldrianspielzeug hinterher getrocknet und möglichst luftdicht (z.B. in einer Tüte) katzensicher verstaut werden.

Bei der Wahl der Spielzeuge sollte allerdings unbedingt auf die Qualität geachtet werden. Der Stoff sollte eine gewisse Reißfestigkeit aufweisen, sodass die Tiere nicht an die Füllwatte gelangen. Wird diese verschluckt, kann es zu einem lebensgefährlichen Magen- oder Darmverschluss kommen. Viele Spielzeuge sind auch bloß mit einem Baldrianextrakt versehen. Innerhalb kürzester Zeit verlieren sie ihren Geruch und somit ihren Reiz für die Tiere. Ein hochwertiges Baldriankissen ist mit getrockneter Baldrianwurzel gefüllt und mit einem reiß- und beißfestem Stoff ummantelt.





Kasimir mit seinem Baldrianplüschi... 





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Qualitativ hochwertige Baldrianspielzeuge, die bereits von allen meinen Vierbeinern getestet und für positiv erklärt wurden, findet Ihr in folgendem Shop:  



Ein Teilerlös der verkauften Produkte geht an ein Katzenhilfsprojekt. So macht man nicht nur die eigene Katze glücklich, sondern noch einen ganzen Haufen anderer Fellnasen, die unbedingt auf Spendengelder angewiesen sind.

Hundebesitzer werden hier selbstverständlich ebenfalls fündig:


Ich habe Buffy erst kürzlich ein wunderschönes Halstuch bestellt, welches die schicke Dame natürlich mit Stolz trägt... ;)











Donnerstag, 7. Februar 2013

Das perfekte Dinner...

In den letzten Jahren ist das Angebot an Tiernahrung erheblich gestiegen. Die Produktvielfalt ist beinahe unüberschaubar geworden. Erhältlich sind diverse Kitten- und Welpenfuttermittel, Futter für besonders aktive Tiere, Futter für die gemütlichen Vierbeiner, Futter für die Oldies. Auch Spezialnahrung für Tiere mit bestimmten Bedürfnissen sind fast in jeder Zoohandlung erhältlich. Katzen würden Wiskas kaufen, heißt es in der Werbung. Aber ist das tatsächlich so? Wäre das die erste Wahl unserer Vierbeiner?

Kaum ein Thema spaltet so sehr die Meinung der Tierbesitzer. Einige glauben, dass die Hersteller schon wüssten, was das Beste für ihr Tier wäre und vertrauen diesen blind. Wiederum andere schwören auf BARF (Biologisch Artgerechte Rohe Fütterung), für sie käme Dosen- oder gar Trockenfutter niemals in die Tüte. Den Mittelweg zu finden ist scheinbar nicht so einfach.

Wichtig zu wissen ist es, dass Hund und Katz zur Ordnung der Karnivoren (v. lat. caro, carnis ‚Fleisch‘; vorare ‚fressen‘, ‚verschlingen‘) gehören. Das bedeutet, sie ernähren sich hauptsächlich von Fleisch. Ihr Darmsystem ist wesentlich kürzer als das unsere und kann Getreide kaum verdauen. Daraus ergibt sich, unseren Lieblingen möglichst viel Fleisch zu servieren. Aber was ist eigentlich genau drin im Futter? Besonders große Fleischstücke und saftige Soße versprechen die Hersteller. Hier lohnt es sich, einmal genauer auf die Zusammensetzung zu achten.

Bei den wenigsten Futtersorten ist der Inhalt zufriedenstellend. Besonders beim Trockenfutter. Hier stehen oft Mais und Reis an erster Stelle. Teilweise fehlt das Fleisch komplett und es wurde lediglich Fleischaroma hinzugefügt. Dieses Futter können die Tiere aufgrund der Aufschlüsselung der Getreidesorten zwar verdauen, das heißt aber noch lange nicht, dass es gesund für sie ist. Wir Menschen könnten uns ja theoretisch auch von tonnenweise Süßigkeiten ernähren...

Gutes Trockenfutter erkennt man an der Deklaration der Inhaltsstoffe. Fleisch gehört an die erste Stelle. Dort sollte Fleischmehl (getrocknet und gemahlen) aufgeführt sein. Viele Hersteller benutzen als Angabe die Menge des Frischfleisches. Dieses hat nach der Trocknung aber erheblich an Gewicht verloren und würde in dem Zustand einen wesentlich geringeren Prozentsatz ausmachen. Tierische Nebenerzeugnisse sollten ebenfalls vermieden werden. Dies kann nämlich vom Schnabel bis hin zur Feder alles mögliche sein und wird lediglich als billiger Füllstoff verwendet, der dort, genau wie auch Zucker, nichts zu suchen hat. 

Für Katzen ist ein komplett getreidefreies Futter am sinnvollsten, dieses können sie am besten verdauen. Leider ist die Auswahl hier nicht sehr groß. Auch die Kosten sind natürlich höher. 
Hunde können einen Teil Getreide besser verwerten, häufig hilft es ihnen sogar bei ihrer Verdauung. Aber auch hier sollte dieses nur einen geringen Anteil der Zutaten ausmachen. 

Beim Nassfutter ist es schon einfacher, eines mit hohem Fleischgehalt zu finden. Aber auch hier ist Fleisch nicht gleich Fleisch. Bei den meisten Futtersorten, die in der Werbung groß vorgestellt werden, kann man nicht nachvollziehen wie viel und welches Fleisch tatsächlich im Futter ist. Häufig findet man die Angabe "Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse, davon 4% Huhn". Dies ist alles andere als nachvollziehbar und sehr fragwürdig. Auch hier sollte genau auf die Deklaration geachtet werden. Immer mehr Dosennahrung wird sehr offen deklariert. "65% Fleisch vom Huhn" wäre ein positives Beispiel.

Da Katzen Wüstentiere sind und von Natur aus sehr wenig trinken, ist Nassfutter bei ihnen immer die erste Wahl. Dass Trockenfutter die Zähne reinigt ist ein großes Ammenmärchen. Wir Menschen verhindern schließlich auch kein Zahnstein, in dem wir genügend Kekse essen.
Der Mittelweg ist wahrscheinlich die beste Lösung. Suri bekommt 50% Nassfutter und 50% Trockenfutter. So hat sie was zu knabbern und die Kosten halten sich ebenfalls im Rahmen (Nassfutter ist in der Regel teuer). Dazu hat sie immer frisches Wasser bereit stehen. Wir haben einen Katzenbrunnen, der die Katzen nebenbei noch zum Spielen anregt. Kasimir hingegen bekommt ausschließlich Nassfutter. Aufgrund seiner Struvitsteinerkrankung ist es von größter Bedeutung, dass er genug Flüssigkeit aufnimmt. Da er nur sehr selten trinkt, bekommt er zusätzlich noch einen Schuss Wasser ins Futter gemischt. Damit verfahren wir sehr gut, er hat seit Monaten keinen Kristall mehr im Urin gehabt. 
Meine Hunde bekommen fast ausschließlich Trockenfutter, ab und an mal eine Dose. Auch sie haben immer genügend Wasser zur Verfügung. 
Katzen trinken nur sehr selten dort, wo sie fressen, darum sollte man den Wassernapf immer etwas entfernt vom Futterplatz aufstellen.

Wenn man wirklich gutes Futter sucht, dann lohnt es sich auf jeden Fall etwas genauer hinzuschauen und sich nicht immer alles aufschwatzen zu lassen, was in der Werbung so erzählt wird. Es gibt mittlerweile schon viele Hersteller, die offen deklarieren und getreidefreies Futter anbieten. Dabei muss gutes Futter nicht immer teuer sein. Die Preisspanne einer 200g Nassfutterdose beträgt zwischen 0,50 und 3,00€. Das teure ist aber nicht immer die bessere Wahl. Für gutes Trockenfutter muss man dagegen schon etwas tiefer in die Tasche greifen. Ein 2kg Beutel kostet ca. 20€ aufwärts.

Hier habe ich noch einmal einen super Buchtipp: Katzen würden Mäuse kaufen

In diesem Sinne wünsche ich Euren Fellnasen einen guten Hunger!


MEEEIINS!!! Wolverine wollte nicht teilen! :D

♪♫ Katzenklo, Katzenklo - Ja, das macht die Katze froh... ♪♫

Kommt eine Katze ins Haus, so ist ein Katzenklo unumgänglich. Aber ist es wirklich so einfach?

Viele Katzen trennen ihr großes Geschäft von dem kleinen und machen auf keinen Fall beides in ein und das selbe Klo. In einem Mehrkatzenhaushalt ist es häufig sogar so, dass jeder auf seine eigene Toilette besteht. Einige Stubentiger haben sogar Ansprüche an die Größe und Form. Ein heikles Thema, was ab und an schon ein größeres Bad und starke Nerven erfordert.
Grundsätzlich lautet die Faustregel, dass man immer ein Klo mehr haben sollte, als Katzen im Haus leben. Das wären bei einer Katze zwei Klos, bei zwei Katzen drei Klos und so weiter. Aber was ist, wenn man ein Pärchen hat, wo beide darauf bestehen, ein eigenes Klo für das jeweilige Geschäft zu haben? Da wird es dann tatsächlich schon komplizierter. Nicht jeder hat die Möglichkeit vier Katzentoiletten aufzustellen. Glücklicherweise kommen solche Allüren nicht allzu häufig vor. Viele Katzen geben sich sogar mit einem einzigen Klo zufrieden. Bei drei Katzen sollte man aber tatsächlich mindestens eine zweite Toilette dazu stellen. So ist gewährleistet, dass man den hohen Ansprüche der sehr reinlichen Tiere gerecht wird. Selbstverständlich ersetzt das nicht die tägliche Reinigung. Je nach Streu kann diese unterschiedlich häufig fällig werden.

Hat man die Anzahl der Klos geklärt, kommt die Frage zur Form. Haubenklos haben den Vorteil, dass der Geruch kaum nach draußen dringt und auch das Streu nicht zu sehr aus der Unterschale gewühlt wird. Der Nachteil ist die Reinigung. Die geht in der Regel nicht so flott von statten, wie bei einem Schalenklo. Diese haben den Vorteil, dass man leicht an die Exkremente kommt. Viele Katzen ziehen offene Toiletten denen mit Haube sogar vor, aus dem einfachen Grund, da die Katze in freier Wildbahn auch keine Höhle aufsucht, um ihr Geschäft zu verrichten. 

Der nächste Schritt ist die Wahl des Katzenstreus. Unterschieden wird in klumpende und nicht klumpende Einstreu. Ich persönlich ziehe die klumpende Variante vor, da diese schneller und einfacher zu reinigen ist. Häufig reicht es, täglich die Exkremente mit einer speziell dafür vorgesehen Schaufel zu entfernen. Je nach Streubeschaffenheit tauscht man den kompletten Inhalt einmal die Woche bis alle zwei bis drei Monate aus. Je feiner die Einstreu, desto fester sind die Klumpen und es muss seltener getauscht werden.
Auch hier gibt es zwei Varianten, Ökoklumpstreu und Bentonitstreu. Letzteres hält meist länger, da es oft aus feinem Sand besteht. Das Ökoklumpstreu hat allerdings den großen Vorteil, dass man die einzelnen Klumpen über die Menschentoilette entsorgen darf. Dazu ist es wesentlich leichter und sehr rückenfreundlich beim Transport.

Ich benutze für meine Katzen das Ökoklumpstreu von dm. Dieses ist feiner als das Markenstreu von Cats Best und wesentlich günstiger. Zwar ist der Strandeffekt etwas höher, dafür muss man aber seltener einen Komplettwechsel vornehmen. Es saugt gut auf und bildet feste, kleine Klumpen, die dazu führen, dass nicht so häufig nachgeschüttet werden muss.

Nicht klumpende Streu fängt schneller an zu riechen, da der Urin im Inneren des Streues gesammelt wird. Hier könnte Katzenklo-Deo eine sinnvolle Ergänzung sein. Die komplette Reinigung sollte hier dennoch einmal die Woche erfolgen.
Katzen wären allerdings nicht Katzen, wenn sie ihrem Besitzer diese Entscheidung komplett selbstständig treffen lassen. Unsere Suri hat mal ihr komplettes Klo leer geschaufelt, nur weil ihr das feine Bentonitstreu nicht passte. 

Auf die Toiletten- und Streuwünsche sollte unbedingt eingegangen werden. Sind die Stubentiger nicht zufrieden, kann es sehr schnell zu Verhaltensauffälligkeiten kommen. Einige Katzen verweigern in diesem Fall die Toilette und suchen sich andere Orte, um sich zu erleichtern. Meist sind das Stellen, die sich besonders weich an den Pfoten anfühlen und wo der Urin schnell einzieht, um den direkten Kontakt mit diesem zu vermeiden. Klare Favoriten sind hier das Bett oder das Sofa ihrer Menschen.
Natürlich sollte auch der Standort berücksichtigt werden. Kaum eine Katze verrichtet ihre Notdurft mitten an einer Durchgangsstelle.

Sind alle Punkte berücksichtigt und die Katze ist dennoch nicht stubenrein, sollten gesundheitliche Aspekte mit einbezogen werden. Hat sie vielleicht eine Blasenerkrankung und Schmerzen beim Wasserlassen? In dem Fall kann das Klo schnell mit dem Schmerz in Verbindung gebracht werden. Hat sie häufig Stress oder gab es eine größere Veränderung in ihrem Leben. In solchen Fällen muss unbedingt genauer geguckt werden. Eine Katze handelt niemals aus reiner Boshaftigkeit und sie ist alles andere als unrein!

Kasimir und Suri stehen insgesamt zwei Toiletten zur Verfügung. Ein Schalenklo sowie ein Haubenklo sind vorhanden. Damit kommen die beiden super zurecht. Das Haubenklo, welches ich besitze, ist sogar besonders einfach zu reinigen. Hebt man vorne die Eingangsklappe nach oben an, so kann man einen Teil des Daches mit nach hinten ziehen. So kommt man wesentlich leichter an die Einstreu.




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Nachtrag:

Vor kurzer Zeit wurde unser Schalenklo durch eine Ikea-Box namens "Samla" ersetzt. Vom Durchmesser hat diese in etwa die gleiche Größe, wie unser Schalenklo, ist aber wesentlich höher. Dadurch wird erheblich weniger Streu nach draußen getragen. Zusätzlich haben wir den dazu passenden Deckel, in welchen mein Freund ein Loch gefräst hat. Dieser dient als Ein- und Ausstieg und verhindert zusätzlich das Verteilen des Streus außerhalb des Klos. Gekostet hat die Box mit Deckel ca. 10€ und erfüllt ihren Zweck perfekt!!